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Donnerstag, 28 Januar 2021 12:05

Vergessen Sie „Wirtschaft“

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Sie beobachten das Wirtschaftsgeschehen im letzten Jahr intensiver? Der Begriff „Great Reset“ ist Ihnen bekannt? Sie haben sich auch mit Geld, Inflation und einem möglichen Crash des Finanzsystems beschäftigt und jetzt denken Sie über Lösungen im Bereich Wirtschaftspolitik nach? Vielleicht interessiert Sie ein neues Geldsystem?

Vergessen Sie das alles. Wirtschaft ist ein Betrug – wie wir sehen werden.

Jede Wissenschaft baut auf Paradigmen, Axiomen, Prämissen, also aus Glaubenssätzen. Diese stehen am Anfang jeder Wissenschaft und dienen der Zweckmäßigkeit. In der Psychologie können Glaubenssätze hilfreich sein oder blockieren. Wenn Glaubenssätze im Individuellen blockierend sind, macht es Sinn, sie aufzulösen und dazu gehört natürlich auch ein Realitätscheck, also die Betrachtung ob der Glaubenssatz zutreffend ist. In der Wissenschaft ist es identisch und besondere Fortschritte in der Wissenschaft wurden meist erzielt, wenn die geltenden Paradigmen nicht nur infrage gestellt, sondern widerlegt wurden. Die Mathematik basiert auf Axiomen – also Vereinbarungen. Hätte Einstein nicht die Newtonsche Physik in ihren Grundannahmen bezweifelt, hätte er die Relativitätstheorie nicht gefunden. Haben Sie sich schon mal mit den Paradigmen oder Glaubenssätzen der Ökonomie oder Wirtschaftswissenschaft beschäftigt? Auf geht’s.

Was bedeutet überhaupt „Wirtschaft“?

Die meisten Begrifflichkeiten dieser Firlefanzwissenschaft – wie ich sie (nach Franz Hörmann) nenne – gehen zurück auf das Urparadigma der Wirtschaftswissenschaft. Dieses Urparadigma ist die unterstellte Knappheit der Güter. Demzufolge muss diese Knappheit überwunden werden und genau dieses Handeln zur Überwindung der Knappheit nennen die Ökonomen „Wirtschaften“. Mit diesem ersten Paradigma werden wir uns noch beschäftigen. Zuvor will ich das zweite Paradigma aufzeigen, nämlich dass Menschen zur Überwindung dieser Knappheit miteinander tauschen, was „Wirtschaften“ auf einen einfachen Nenner gebracht, mit Tauschen gleichsetzt. Einem Naturgesetz gleich setzen also die Ökonomen seit über 200 Jahren in die Welt, dass Tauschen der dem Menschen angeborene, natürliche Zustand ist, um das Leben auf diesem Planeten voller Mangel überhaupt erst erträglich zu machen. Das klingt viel mehr nach einer sehr individuellen Sicht auf die Dinge, die einem Leben aus Mangel entspringen, als das, was in der Natur seit Jahrmillionen zu beobachten ist.

Sind die Dinge auf diesem Planeten wirklich knapp? Ist Tauschen ein wirklich natürlicher Akt von uns Menschen? Genau darum geht es und jetzt stellen Sie sich vor, was mit der kompletten Ökonomie passiert, wenn es gelingt diese beiden Paradigmen vom Thron zu stürzen und durch andere zu ersetzen.

Was ist knapp?

Die Ökonomen definieren Knappheit als einen Zustand, in dem es mehr Nachfrage nach einem Gut gibt, als Güter absolut verfügbar sind. Wenn wir über Knappheit diskutieren, vergessen Viele, dass Güter oft substituierbar sind, was die Frage der Knappheit neu stellt. Ein einfaches Beispiel:

Öl wird gerne als sehr knapper Rohstoff angesehen. Ist Öl knapp? Lassen wir die Theorien um abiotisches Öl mal aus dem Spiel und fokussieren uns auf die gängige Annahme über Erdöl, als fossiler Brennstoff. Wofür wird Erdöl benötigt? Einmal zur Energiegewinnung und einmal zur Kunststoff- und Arzneimittelproduktion. Kunststoff- und Pharmabranche verbrauchen etwa 5% bis 10% des weltweiten Erdöls und gerade die Kunststoffbranche hat in den vergangenen Jahren erfolgreich Ersatzstoffe für Erdöl gefunden. Ist hier Öl knapp? Sicher nicht. Wie ist es mit Energie? Erdöl als Energieträger ist sicher knapp, aber brauchen wir Erdöl als Energieträger? Natürlich nicht, Erdöl lässt sich substituieren, so dass wir sogar komplett darauf verzichten könnten. Also ist Erdöl knapp? Nein. Was ist sonst knapp? Wasser? Drei Viertel dieses Planeten sind mit Wasser bedeckt. „Aber das ist doch Salzwasser“ werden Sie entgegnen. „Stimmt“, sage ich, nur gibt es den technischen Prozess der Meerwasserentsalzung und dessen Gebrauch als Trink- und Brauchwasser. Rein technisch ist Wasser nicht knapp. Es wird künstlich verknappt. Wie? Durch Geldverknappung. Woran scheitert es, dass weltweit tausende Meerwasserentsalzungen gebaut werden, um die vermeintliche Wasserknappheit zu überwinden? Daran, dass diese teuer sind und die nötigen Investitionen dafür nicht zur Verfügung gestellt werden oder die Finanzierung dafür. Diese hängt am Geld und das ist laut Aussage der Ökonomen ja knapp. Ist Geld knapp? Ist Geld knapp, wenn es einfach gedruckt werden kann und sich durch simplen Mausknopfdruck am Computer erzeugen lässt? Sicher nicht – es wird künstlich verknappt.

Was ist noch knapp? Lebensmittel? Alleine im Westen werfen wir ein Drittel unser Lebensmittel weg. Der Rest der Welt könnte ernährt werden, von dem was wir im Westen wegwerfen („Taste the waste“). Sieht so Knappheit aus? Haben Sie schon mal die Berge von Obst, Gemüse oder anderen Lebensmitteln gesehen, die aufgetürmt werden, um sie zu vernichten, damit der Preis hoch bleibt? Das ist keine Knappheit, sondern künstliche Knappheit und dieses merkwürdige Gesetz von „Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis“ zerbröselt in den Fingern, wenn es keine Knappheit gibt. Warum? Ganz einfach: Die Ökonomie definiert, dass die Knappheit dazu führt, dass der einzelne, der es gerne hätte bereit ist dafür etwas herzugeben (das zweite Paradigma: Tauschen), um es zu bekommen. Nichts anderes ist der Preismechanismus. Nur: Was, wenn es keine Knappheit gibt? Dann gibt es folgerichtig auch keinen Preis, denn für etwas, das nicht knapp ist, wird niemand etwas hergeben wollen. Wenn nichts knapp ist, wird niemand bereit sein, irgendetwas dafür herzugeben das er gerne hätte, denn es ist ja im Überfluss vorhanden. Was ist knapp? Luft? Sie wird künstlich verknappt durch Umweltzerstörung und durch die CO2-Religion, die Atemluft versteuerbar macht. Was ist knapp? Nichts Materielles. Was auf diesem Planeten knapp ist sind ausschließlich immaterielle Dinge wie Liebe, Empathie, Frieden, etc. Ja – es gibt Leute die selbst daraus noch ein Wirtschaftsgut (ein tauschbares Gut) machen wollen. Der Mangel oder die Knappheit dieser Dinge ist nur leider dem Umstand geschuldet, dass die Menschen in einem Hamsterrad gefangen sind, um die vermeintliche materielle Knappheit zu überwinden, so dass sie nicht dazu kommen, sich diesen wesentlich wichtigeren Dingen des Lebens zuzuwenden.

Nichts auf diesem Planeten ist knapp. Seit Millionen von Jahren kennt die Natur ausschließlich Überfluss. Dürren, harte Winter, Naturkatastrophen bewirken keine Knappheit, sondern lediglich kurzfristig und lokal begrenzte Knappheit. Wenn vor ein paar hundert Jahren, als eine Pferdekutsche das schnellst war, mit dem man Reisen oder Transportieren konnte, irgendwo Knappheit herrschte, war das ein Fakt. Heutzutage leben wir in „Just in time“ Systemen und schaffen Güter in 24 Stunden an jeden Ort der Welt. Wer wollte da aus einer lokalen Knappheit auf weltweite Knappheit schließen? Nichts auf diesem Planeten, das Dinglich ist, ist knapp. Oder finden Sie ein Beispiel für ein Ding, das wirklich knapp ist und nicht ohne Problem durch ein anderes ersetzt werden kann? Wenn Ihnen keines einfällt, ist es vorbei mit dem ersten und zentralen Paradigma der sog. Wirtschaftswissenschaften. Viel mehr noch: Wenn nichts knapp ist, dann gibt es auch keine Notwendigkeit zu handeln um die Knappheit zu überwinden und damit gibt es den Begriff „Wirtschaften“ nicht mehr.

Wie ist es mit dem zweiten zentralen Paradigma – dem Tausch, als natürlicher, naturgesetzgleicher Prozess? Auch hier sieht es schlecht aus für die Ökonomen. Wie haben das die Urvölker gemacht? In der Ökonomie wird uns ja mit der Muttermilch eingetrichtert, dass alle Urgesellschaften von Anfang an getauscht haben. Das ist schlichtweg gelogen oder im Angesicht der anthropologischen Forschung inkompetent. Hat der Stamm, der vor 50.000 Jahren ein Mammut erlegt hat intern getauscht? Haben die nach der Erlegung des Mammuts am Leichnam des Mammuts gestanden und die verschiedenen Anteile nach Aufwand bei der Erlegung zugeteilt? Was für eine lächerliche Vorstellung. Wenn Sie diesen Aspekt genauer beleuchten wollen, empfehle ich das Buch „Schulden – die ersten 5000 Jahre“. Dort wird dargelegt, dass die Urvölker miteinander im Stamm geteilt haben. Teilen ist der natürliche Zustand von uns Menschen, was an Experimenten mit Kindern vortrefflich nachgewiesen wurde. Die Stämme haben früher untereinander geteilt und Tauschen war eine Art kriegerischer Akt gegenüber anderen Stämmen, mit dem Ziel den anderen Stamm zu übervorteilen. Wozu sollten vor 50.000 Jahren die Menschen auch tauschen – sie lebten tatsächlich im Überfluss. Das zweite zentrale Paradigma der Ökonomie können wir also auch getrost als abgehakt betrachten. Was bleibt dann noch von der Ökonomie? Nichts – sie ist nicht nur überflüssig, sondern sie ist nicht mal existent. In dem sehr eigenen Humor von Douglas Adams („Per Anhalter durch die Galaxis“), würde die „Wirtschaftswissenschaft“ jetzt in ein Wurmloch gesogen und würde noch einmal in der Nähe von Alpha Centauri materialisieren, bevor sie sich in ein schwarzes Loch verkrümeln würde. Sie ist ein Phantasiekonstrukt von einigen, wenigen Leuten, das jetzt seit mehr als 200 Jahren in die Menschen einkonditioniert wurde und die Menschen dazu brachte wie Schlafwandler zu agieren, die einfach etwas tun, weil sie etwas anderes nie kennengelernt haben.

Die komplette Ökonomie „funktioniert“ wie ein Rattenexperiment: Wir sperren einen Haufen Ratten in einen Käfig und bauen ihnen diesen Käfig so, dass die Ratten dazu gebracht werden, sich auf eine bestimmte Art und Weise zu verhalten. Und dann – nach einiger Zeit – sagen die Forscher: „Die Ratten sind halt so. Die wollen das so, deshalb muss das so sein“.

Ein letzter Aspekt meiner Betrachtungen: Woher kommt diese Idee der Knappheit? Aus der persönlichen Erfahrung der Leute, die das so formuliert haben. Wenn nichts in dieser Welt wirklich knapp ist, wie kamen und kommen diese Leute darauf, die Knappheit als eine Art Naturgesetz zu formulieren? Weil sie selbst im Mangel und in der Knappheit aufgewachsen bzw. darauf konditioniert sind, wie die Ratten im Käfig und nun diese eigene, individuelle Urerfahrung auf das Leben verallgemeinern. Wir leben in einer Kultur des Mangels und das seit hunderten von Jahren. Seit hunderten von Jahren wird Kindern anerzogen, dass es nie genug ist und vor allem, dass sie selbst nie genug sind oder nicht gut genug sind. Eine Welt voller Knappheit ist viel mehr Ausdruck einer Art Kinder zu erziehen, so dass sie als Erwachsene um sich herum in einer Welt voller Fülle hauptsächlich Knappheit und Mangel sehen. Wir haben es also viel mehr um psychische Defizite auf einer sehr individuellen Ebene zu tun, die von einzelnen durch Machtausübung und Seilschaften zum geistigen Allgemeingut geworden sind.

Es gibt keine Wirtschaft, es gibt keine Ökonomie und deshalb braucht es auch keine Wirtschaftspolitik. Deshalb braucht es vor allem auch überhaupt kein Geld, weil wo es keine Knappheit gibt und keinen Tausch, gibt es auch keinen Preis und wo es keinen Preis gibt, braucht niemand Geld. Was wir brauchen sind gut funktionierende Warenwirtschaftssysteme für die Allokation – mehr nicht – und die gibt es heute schon. Wenn wir das Wort „Ökonomie“ beibehalten wollen, weil es so schön klingt und wir uns so schön daran gewöhnt haben, dann brauchen wir in Zukunft etwas völlig Neues, noch nie Dagewesenes: Eine Teilenökonomie und vor allem eine Überflussökonomie. Die gibt es bisher noch nicht, weil sie noch nie von jemand entwickelt wurde. Das ist die Aufgabe, die vor uns liegt. Und weil es diese Überlegungen bisher noch nicht gab, sind sie auch nicht in ein Schema zu pressen, das den alten Wahrnehmungsgewohnheiten entspricht. Wer jetzt laut „Sozialismus“ oder „Kommunismus“ ruft, hat Überfluss und Teilen nicht verstanden. Hat menschliche Basismotivation nicht verstanden. Hat den Menschen an sich nicht verstanden. Und vor allem denkt derjenige immer noch in zwei Dimensionen (rechts, links, vorne, hinten, Sozialismus, Kapitalismus, etc.), wo wir uns mit meinen Überlegungen längst in einem dreidimensionalen Raum befinden. Und nun erklären Sie mal jemandem, der in einer zweidimensionalen Welt lebt, was die dritte Dimension ist.

 

Letzte Änderung am Donnerstag, 28 Januar 2021 13:07
Publiziert in Wirtschaft
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